Eystrup
Und hier meldet sich wieder die Wandersparte. Warum? Weil wir einen tollen Ausflug gemacht haben. Am 18.01.2026 trafen wir uns um 9.30 Uhr zur diesjährigen Kohlfahrt nach Eystrup. Eystrup liegt zwischen Nienburg/Weser und Verden. Die Anzahl der Teilnehmenden an diesem Morgen auf dem Bahnsteig in Hämelerwald entsprach mit über 30 Leuten fast genau der Anzahl der bisherigen Kohlfahrten. Mit dem Zug ging es über einen Umstieg in Hannover nach Eystrup. Die Fahrt sollte planmäßig 1 Stunde 15 Min. dauern, wegen eines Oberleitungsschadens kamen wir jedoch mit 40 Minuten Verspätung an.
Eigentlich war am Zielort zunächst eine Wanderung durch den angrenzenden Wald und durch den Ort geplant, wegen der Zugverspätung wurde auf einen Rundgang durch den Ort umgeswitcht, um rechtzeitig im Restaurant Parrmann anzukommen, wo für uns alle das Essen vorbestellt war. So kamen wir an der bekannten Marmeladenfabrik „Göbber“ vorbei, in der seit 1888 Konfitüren und Honig hergestellt werden. Derzeit produziert die Fabrik 500 Gläser pro Minute. Wir kamen auch an der Firma Leman vorbei, die dort seit 1809 insbesondere Senf aber auch Essige herstellt. Zu der Firma Leman komme ich gleich nochmal zu sprechen, denn erst einmal wollten wir pünktlich beim Essen im Restaurant sein.
Wir wurden dort herzlich empfangen, bestens bedient, das Grünkohlessen wurde von allen als sehr geschmackvoll empfunden, der Service war prima, so dass wir gut gestärkt das weitere Tagesprogramm aufnehmen konnten. Genau das sah jetzt vor, die neuen Grünkohl-Majestäten zu proklamieren. In einer spannenden Wahl wurden Andreas und Anne als neue Majestäten gekürt. Die neuen Medaillen wurden an der Königs- und Königinnen-Kette befestigt, das Volk huldigte dem neuen Königspaar. Dieses tanzte den Königswalzer und es wurde auf das neue Paar angestoßen.
Ich habe ja gesagt, ich komme nochmal auf die Firma Leman zu sprechen, denn dort hatten wir einen ganz besonderen exklusiven Besichtigungstermin. Erwartet wurden wir in dem Industriedenkmal der Senffabrik. Auf dem Gelände, auf dem einige Gebäude noch im Ursprungszustand sind und unter Denkmalschutz stehen, befindet sich auch ein restauriertes Krafthaus mit sehr großer historischer Dampfmaschine und Generator von 1911. Dort erwartete uns ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Interessenvereins und erklärte und zeigte uns mit großer Begeisterung das Industriedenkmal. Anschließend durften wir im Dampfcafé noch ein Dampfbier oder Dampfcafé trinken, Senfe probieren und auch kaufen. So landete das ein oder andere Glas Honig-, Himbeer-, Kräuter- oder Dattelsenf in unseren Rucksäcken. Wir waren sehr beeindruckt von dieser Besichtigung und der eine oder andere von uns überlegt, ob er sich anmeldet, um die große Maschine in Echt-Betrieb zu erleben. Es finden mehrmals im Jahr dort Vorführungen der Dampfmaschine und Dampfpumpe statt.
Für uns war es Zeit, die Rückfahrt anzutreten. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir abends Hämelerwald. Das Vorbereitungsteam hat es wieder sehr gut hinbekommen, der Gruppe einen kulinarischen und erlebnisreichen Ausflug zu ermöglichen.